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Seebrücke Dachau unterstützt Geflüchtete aus der Ukraine mit 50.000 €

Die Seebrücke Dachau wird im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms „Ehrenamt hilft gemeinsam“ Aktionen und Hilfsangebote für geflüchtete Ukrainer*innen im Landkreis Dachau mit 50.000 Euro unterstützen. In Zusammenarbeit mit vielen weiteren Organisationen des Landkreises, darunter etwa den Volkshochschulen, dem Kreisjugendring und anderen Vereinen, wird so ein breites Hilfsangebot ermöglicht.

„Wir wollen so geflüchteten Ukrainer*innen ein besser integriertes Unterstützungs- und Vernetzungsangebot bieten und damit zur Verbesserung der Lebenssituation und zur Stabilisierung der Kinder, Jugendlichen und Familien beitragen,“ so Seebrücke-Sprecher Martin
Modlinger. Zudem will die Seebrücke damit auch die Kreise der lokal verteilten Helfer*innen nachhaltiger miteinander in Kontakt und in Kooperation bringen. Zu den kommenden Angeboten gehören etwa Malworkshops für geflüchtete Kinder in Lauterbach, Praxissprachkurse für Kinder, Familien und Senior*innen in Dachau und Umgebung sowie psychologische Betreuung.


Die Seebrücke kann dabei neben Spenden aus dem Landkreis vor allem Mittel der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt einsetzen. „Ohne diese äußerst großzügige Förderung wäre uns die Umsetzung nicht möglich,“ so Modlinger. Gleichzeitig betont die Seebrücke, wie
wichtig auch die Unterstützung für andere Geflüchtete ist. „Durch die Ukrainehilfe sehen wir, wie wichtig neben den Sprachkursen und dem Kulturangebot vor allem die gegenseitige Hilfe ist. Integration, Solidarität und Kooperation kann gelingen, wenn Geflüchtete einerseits
Unterstützung erhalten und andererseits die Möglichkeit bekommen, für sich selbst eine Zukunft zu gestalten. Das sollte unser Weg auch für alle anderen Geflüchteten sein, egal woher sie kommen.“
Die konkreten Angebote an z.B. Sprachkursen, Kunstaktionen und psychologischer Betreuung werden direkt auf den Seiten der Kooperationspartner*innen, insbesondere der Volkshochschulen, veröffentlicht.

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Gründung der Seebrücke Dachau

Am vergangenen Montag, den 13.12.2021, hat sich die Seebrücke Dachau gegründet. Die Seebrücke ist eine Bewegung aus verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft, die sich mit Menschen auf der Flucht solidarisieren und für ein offenes und solidarisches Europa streiten. Die Seebrücke Dachau ist parteipolitisch und konfessionell unabhängig und engagiert sich für sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten. Sie gehört damit zu knapp 200 anderen Seebrücke-Lokalgruppen in Deutschland und Europa.

Kernanliegen und -forderung der Seebrücke Dachau ist es, den Landkreis Dachau zum „Sicheren Hafen“ zu machen. Dies bedeutet, dass sich der Landkreis Dachau (als kommunale Gliederung) mit Menschen auf der Flucht solidarisch erklärt, sich für sichere Fluchtwege einsetzt, sich für neue und stärkere Programme zur legalen Aufnahme geflüchteter Menschen stark macht und auch selbst Aufnahmeplätze für Geflüchtete zusätzlich zur Verteilungsquote (nach Königsteiner Schlüssel) anbietet.

Mehr als 200 andere Städte und Kommunen haben sich bereits zu solchen „sicheren Häfen“ erklärt und setzen diese Forderungen nun um, darunter auch in unserer unmittelbaren Nachbarschaft die Stadt München.

„Es ist an der Zeit, dass sich der Landkreis Dachau mehr für geflüchtete Menschen einsetzt anstatt sich für menschenwürdige Aufnahme nicht zuständig zu erklären. Das fordern wir als Menschen aus verschiedensten Organisationen im Landkreis, das fordern wir als Bürger*innen, das fordern wir gemeinsam als Seebrücke Dachau,” so Martin Modlinger von der Seebrücke. „Wir kämpfen für eine Welt, in der kein Mensch auf dem Weg in eine sichere Zukunft sein Leben verlieren muss, und dafür muss auch der Landkreis einstehen.“

Als erste Aktion ruft die Seebrücke Dachau gemeinsam mit EuropeCares zu einer Spendensammlung für geflüchtete Menschen in den griechischen Flüchtlingslagern auf Lesbos auf.

Martin Modlinger